Eine demenzielle Erkrankung geht immer mit einer Erschwernis der Kommunikation und beim Essen und Schlucken einher.
Typische sprachliche Veränderungen können sein:
- Wortfindungsstörungen
- (Sprach-) Verständnisprobleme
- Verlust des „Roten Fadens“ in einer Gesprächssituation
- Zunehmende Unflexibilität - häufige Nutzung bestimmter Wörter oder Redewendungen
- Fehlende Eigeninitiative ein Gespräch zu beginnen
- Probleme in der Schriftsprache - Lesen und Schreiben können schwerfallen.
Aber auch in der Schluckfunktion können sich Probleme einstellen:
- Die Speise verbleibt im Mundraum, ohne dass geschluckt wird. - Der Ablauf des Kauens und Schluckens ist gestört.
- Die/der Patient:in sitzt vor dem Essen und weiß nicht, was er/sie machen soll.
- Es stellt sich ein Gewichtsverlust ein.
- Die Menschen husten oder räuspern sich zunehmend häufig.
In der Sprachtherapie / Logopädie geht es nun nicht darum, Menschen mit einer Demenz im Sinne einer Wortabruf-Therapie zu behandeln, sondern die Ressourcen, die jeder an einer Demenz erkrankte Mensch zweifelsohne mitbringt, zu stärken, um ihn so auch in der Kommunikation zu stärken.
Auch beim Essen kann man die Erfahrungen, die der/die Patient:in mitbringt, unterstützen und dadurch stärken.
Wenn Sie mehr über die Sprachtherapie bei Demenz erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen die Lektüre der Broschüre „Sprachtherapie bei Demenz“ des Deutschen Bundesverbandes für akademische Sprachtherapie und Logopädie, die Dieter Schönhals mitverfasst hat.
Hier sehen Sie ein Videointerview, das von Marlis Lamers mit Prof. Dr. Jürgen Steiner (Professor für Logopädie an der HfH Zürich) geführt wurde. Es enthält den Therapiezugang, den wir für unsere Patienten wählen.
Das Interview ist in zwei Teile aufgeteilt. Am Ende des Film können Sie den Folgeteil anklicken.
